Es gibt -zig Internetseiten, die uns sagen, wie wichtig und unentbehrlich der Beruf der Sekretärin/Assistentin in der heutigen Zeit ist. Man wagt sogar den Ausdruck „Office Managerin“.
Dahinter stehen Frauen, die die qualifizierten Aufgaben, des mit modernsten kommunikationstechnischen Mitteln ausgestatteten Arbeitsplätze aus dem eff eff beherrschen, den Chef entlasten und, die oft große Anzahl der Abteilungsmitarbeiter unterstützen, koordinieren und beraten.
Hierbei kommen die so oft gerühmten und wie selbstverständlich erwarteten „Soft Skills“ ins Spiel, die da so wären:
- Kommunikationsfähigkeit
- Organisationsfähigkeit
- Teamorientierung
- Flexibilität
- Mobilität
- emotionale Intelligenz
- Motivation
- Durchsetzungsvermögen
- Kreativität
- analytisches und logisches Denken.
Mit diesem Wissen und diesen Gedanken üben wir nun seit vielen Jahren diesen Beruf mit Begeisterung aus. Wir wurden ja dringend gebraucht! Die Firma konnte sich 100%ig auf uns und unsere Loyalität verlassen. Wurden wir gerufen, waren wir stets zur Stelle.
Der Chef, die Sekretärin - ein Team. Er konnte sich auf sie verlassen, sie sich auf ihn.
Es ist nicht zu leugnen, dass wir für dieses Engagement angemessen entlohnt wurden. Dieses „Verhältnis“ ist mit der Einführung des ERA-Tarifvertrages gnadenlos und brutal aufgekündigt worden und zwar sehr einseitig, vom Arbeitgeber.
Das was wir leisten, ist plötzlich nichts mehr wert!!
Menschen, die wahrscheinlich nie einen Gedanken daran verschwendet haben, warum in ihrem Umfeld alles so gut läuft, haben den Wert unserer Leistung auf ein Minimum schrumpfen lassen. Wir sind nicht sicher, ob es sich bei dieser immensen Abstufung um ein reines Sparprogramm der Firmen handelt, aufgesetzt in dem Glauben, dass es mit uns am einfachsten durchzuführen ist.
Diese Tatsache muss erst einmal verkraftet werden...
Wir nahmen den Kampf gegen dieses Unverständnis und diese Ignoranz auf. In vielen lautstarken und stillen Aktionen versuchten wir die Verantwortlichen auf die Problematik und unser Anliegen aufmerksam zu machen und zu überzeugen. Es ist nicht gelungen.
Aber, wir haben eines gelernt: dass Begriffe wie Zusammenhalt, Mut und Solidarität, nicht der Vergangenheit angehören. Wir sind an der Schwelle eines großen Umbruchs angelangt, wir müssen uns neu formieren, uns neu finden. Der Arbeitgeber/Chef wird uns dabei kaum behilflich sein, nachdem man uns so „im Regen stehen ließ“.
Nun liegt es an uns selber, dem Berufsbild der Sekretärin/Assistentin, die ihm zustehende Wertigkeit zu verschaffen, die entrissene Wertschätzung und den Respekt für die qualifizierte Arbeit erneut zu erlangen.
Sekretärinnen aller Büros - vernetzwerkt Euch!
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